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Maschinenbau: Zuversicht trotz Exporteinbußen

Siam Yamato Steel Co., Ltd.

Die weltweite Corona-Krise hat auch zu hohen Exporteinbußen der Maschinen- und Anlagenbauer geführt. Im Jahr 2020 wurden aus Deutschland Maschinen und Anlagen im Wert von 160 Milliarden Euro exportiert – 12 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die weltweite Corona-Krise hat auch zu hohen Exporteinbußen der Maschinen- und Anlagenbauer geführt. Im Jahr 2020 wurden aus Deutschland Maschinen und Anlagen im Wert von 160 Milliarden Euro exportiert und für 67 Milliarden Euro importiert. Damit lagen die Exporte 12,0 Prozent und die Importe 13,4 Prozent unter dem Wert von 2019, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Zahlen mitgeteilt hat. „Die Maschinenexporteure aus Deutschland verzeichneten damit die höchsten Rückgänge im Vorjahresvergleich seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009″, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Grafik meldung

Stärkster Rückgang im zweiten Quartal

Ein Blick auf die Quartalszahlen für das Jahr 2020 bestätigt das zu erwartende Bild des zeitlichen Ablaufs: Die Maschinenexporte verzeichneten im ersten Quartal noch einen vergleichsweise moderaten Rückgang von 5,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Im zweiten Quartal wurden dann 22 Prozent weniger Maschinen- und Anlagen ausgeführt, bevor eine schrittweise Besserung einsetzte: Im dritten und vierten Quartal wurden geringere Rückgänge von 12,4 Prozent, beziehungsweise 8,2 Prozent verbucht.

„Das zweite Quartal 2020 war der Höhepunkt der Corona-Krise für die Maschinen und Anlagenbauer. Viele Unternehmen waren auf der Angebots- und Nachfragseite mit unerwartet heftigen Ausfällen konfrontiert. Die Lieferketten waren zeitweise unterbrochen, und Kunden verschoben oder stornierten gar kurzfristig Aufträge. Doch die Entwicklungen der letzten Monate des vergangenen Jahres machen Mut: Das Exportjahr 2021 wird besser ausfallen und Zuwächse bringen, auch wenn das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht wird”, erläuterte Wiechers.

Absatzmärkte USA und China

Zwischen Januar und Dezember sanken die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten, der Nummer Eins der Zielländer für Maschinenexporteure aus Deutschland, um 9,3 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro. Damit entfällt ein Anteil von 11,4 Prozent an den gesamten Maschinenausfuhren auf die USA. Nach China, dem zweitgrößten Auslandsmarkt mit einem Anteil von 11,3 Prozent gingen im gleichen Zeitraum Maschinen und Anlagen im Wert von 18,1 Milliarden Euro (minus 3,6 Prozent) aus Deutschland.

„Die wirtschaftliche Erholung in China setzte bereits im zweiten Quartal 2020 ein. Die positive Dynamik machte sich wenig später auch in den Auftragsbüchern der Unternehmen bemerkbar”, sagte der VDMA-Chefvolkswirt. „Maschinenexporte aus Deutschland in die Volksrepublik konnten bereits im vierten Quartal 2020 um 7,2 Prozent zulegen und gehen mit Schwung ins neue Jahr. Die Stärke der chinesischen Wirtschaft macht sich allerdings nicht nur bei den deutschen Exporten in das Land bemerkbar. Laut Zahlen des chinesischen Zolls betrug die Warenausfuhr von Maschinen aus China insgesamt 165 Milliarden Euro. Zwar stehen noch Revisionen aus. Doch die Führung Deutschlands als global größter Exporteur von Maschinen und Anlagen dürfte verloren sein”, fügte Wiechers hinzu.

Polen unter den Top-5 Absatzmärkten

Die Exporte in die EU-Länder (68 Milliarden Euro) lagen im vergangenen Jahr 15,2 Prozent unter Vorjahresniveau und brachten damit ein schlechteres Resultat als die Gesamtexporte. Die EU-Länder nahmen insgesamt 42,5 Prozent der gesamten Maschinenexporte aus Deutschland auf. Nach Frankreich, der Nummer Drei im Exportranking, lieferten die Unternehmen Maschinen und Anlagen im Wert von 10,6 Milliarden Euro (minus 15,2 Prozent). Im Exportgeschäft mit Italien verbuchten die Maschinenbauer ein Minus von 18,1 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Polen, im Ranking nun auf Platz 5 geklettert, nahm Maschinen und Anlagen im Wert von 6,8 Milliarden Euro (minus 9,9 Prozent) aus Deutschland auf und überholte damit sowohl die Niederlande (6,8 Milliarden Euro, minus11,2 Prozent) als auch Großbritannien (6,0 Milliarden Euro, minus 20,5 Prozent). Das Vereinigte Königreich fiel aufgrund des harten Lockdowns, vor allem aber in Folge des Brexits um zwei Plätze auf Rang 8 zurück.

Heterogene Exportentwicklung

Nicht alle Fachzweige waren gleichermaßen von dem zweistelligen Exportrückgang betroffen. Die Werkzeugmaschinenhersteller verbuchten ein kräftiges Minus von 29,4 Prozent. Dagegen konnte die Landtechnik die Exporte in die Welt um 1 Prozent gegenüber 2019 steigern.

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Foto: SMS group

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