Carolin Teicht verrät, warum sie gerne Credit Managerin ist

2017 Stipendium für die Qualifizierung zum CCM, im Frühjahr 2018 als beste Absolventin ausgezeichnet, im Herbst 2018 Sprecherin auf dem BvCM-Bundeskongress: Carolin Teicht kann ihre Begeisterung für das Credit Management einfach nicht verbergen.

Aufgekommen ist ihr Interesse an dem Thema schon in der Ausbildung: Carolin Teicht absolvierte eine Lehre zur Bankkauffrau. In dem Geldinstitut durchlief sie alle Bereiche – und fand besonderen Gefallen an der Kreditabteilung. „Das war mein erster Berührungspunkt mit dem Thema Credit“, blickt sie zurück. „Dann habe ich mich dazu entschieden, Wirtschaftspädagogik zu studieren, um den menschlichen Faktor stärker in meine Arbeit einzubeziehen.“ Und wo lassen sich die Aspekte Zahlen und Menschen am besten miteinander verbinden? Genau, im Credit Management! „Dabei ist mir auch deutlich geworden, wie wichtig es ist, dass man sich als junger Mensch für etwas begeistern kann. Das versuche ich auch, unseren Auszubildenden weiterzugeben. Bei der Rational AG haben wir beispielsweise ein Planspiel für die Nachwuchskräfte entwickelt, mit dem wir sie vorsichtig an die Bilanzanalyse heranführen. Das kommt sehr gut an.“

Was sie am Beruf Credit Manager ebenfalls reizvoll findet, ist die große Abwechslung. „Kein Tag ist wie der andere, selbst keine Stunde wie die andere. Ich begleite den Kundenlebenszyklus von A bis Z, das ist unglaublich vielseitig.“

Mittlerweile sei sie vor allem neugierig in Bezug auf Innovationen. „Es reizt mich, neue Tools sofort auszuprobieren. Wie funktionieren neue Oberflächen? Was kann man damit erreichen? Ich bin tatsächlich ‚IT-affin‘ geworden“, berichtet sie.

Warum hat sie die Qualifizierung zum Certified Credit Manager (CCM) absolviert? „Es war mir wichtig, fundierte theoretische Grundlagen vermittelt zu bekommen. Als Referenten sind erfahrene Credit Manager aktiv, was die eigene Perspektive erweitert. Es gibt im Credit Management nun mal nicht die eine Lösung. Deshalb ist es interessant, zu erfahren, wie andere bestimmte Aufgaben angehen“, macht sie deutlich.

Für ihren erfolgreichen Abschluss ist sie in Mainz mit der Coface Trophy für die beste Absolventin ausgezeichnet worden. Was sind ihre nächsten Ziele? „Mir ist besonders wichtig, als kompetente und faire Ansprechpartnerin wahrgenommen zu werden. Das gilt für alle: vom Azubi bis zum Vorstand, vom Dienstleister bis zum Kunden. Jeder soll sich gerne mit mir abstimmen, damit wir gemeinsam die optimale Lösung finden.“ Gilt das auch für den Vertrieb? „Ausdrücklich ja! Ich treffe mich gerne mit den Sales-Kollegen, um einfach auch einmal andere Sichtweisen kennenzulernen. Letzte Woche hatten wir ein Treffen mit unseren Vertretern aus der Ukraine und dem Nahen Osten; solche Begegnungen bringen einen einfach weiter. Man hat zwar auch mal unterschiedliche Meinungen, aber das ist ja auch gerade das Interessante. So kommt man in die Diskussion und findet eine gemeinsame Grundlage. Die Zeiten, in denen Vertrieb und Credit Management noch ‚Gegner‘ waren, sind aus meiner Sicht längst vorbei.“

Als größte Herausforderung im Tagesgeschäft empfindet sie die Schnelllebigkeit im Credit Management. „Ich habe vorher im B2C-Bereich gearbeitet, da läuft bereits vieles deutlich schneller und automatisierter. Auf diesem Gebiet wird sich auch im B2B-Bereich in den kommenden Jahren noch einiges verändern.“ Darauf ist sie vorbereitet. „Ich gehe davon aus, dass sich die Tätigkeiten für Credit Manager grundsätzlich verlagern werden. Der Mensch wird vor allem für die kniffligen Fälle benötigt. Das macht den Beruf nur noch interessanter.“ Beste Voraussetzungen für eine spannende Karriere im Credit Management…



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